Wer sich vor allem von frischem Gemüse, Obst, Reis und Fisch ernährt, zum Kochen Olivenöl benutzt und ab und zu ein Gläschen Rotwein trinkt, senkt sein Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten. Dazu zählen vor allem Bluthochdruck, Schlaganfall und Herzinfarkt. Das konnten bereits mehrere Studien beweisen. Zweifelhaft war bisher jedoch, ob dieser präventive Effekt der Mittelmeerdiät auch dann zur Geltung kommt, wenn eine familiäre Vorbelastung besteht, also Blutsverwandte bereits erkrankt waren.
Mobile EKG-Geräte zeichnen Herzfrequenz auf
Wissenschaftler der Indiana University of Bloomingdale nutzten zu diesem Thema Daten aus der Emory Twins Heart Study. Studienleiter Jun Dai analysierte die Angaben über den Ernährungsstil von 276 ein- und zweieiigen männlichen Zwillingen. Je nachdem, wie sehr der Speiseplan mediterraner Kost entsprach, verteilten die Wissenschaftler Punkte. Zusätzlich wurden die Probanden nochmals zu einem Test herangezogen. Sie erhielten ein mobiles EKG-Gerät, das ihre Herztätigkeit aufzeichnete. Den Fokus setzten die Forscher dabei auf die Herzfrequenzvariabilität (HRV). Damit ist die Fähigkeit des Herzens gemeint, auf unterschiedliche Anforderungen mit langsamem oder schnellerem Schlag zu reagieren. Eingeschränkte HRV gilt als Risikofaktor für koronare Herzkrankheit und plötzlichen Herztod.
Es traten zwei Ergebnisse deutlich hervor:
Je höher die Diätpunktezahl war, also je enger sich ein Proband an die Regeln der Mittelmeerdiät hielt, desto größer war seine HRV.
Der genetische Einfluss auf die HRV betrug 20 bis 95 Prozent. Familiär Vorbelastete konnten jedoch ihr Risiko ebenfalls durch die Mittelmeerdiät senken. Gene beeinflussen die Herzbelastbarkeit also nicht uneingeschränkt.

Die Studie ist veröffentlicht im „American Heart Association Journal“.

 

Mittelmeer-Diät, gesunde Ernährung, Produkte der mediterranen Ernährung, Italien, italienische Küche, italienisches Olivenöl, 100% italienische, Speisen der mediterranen Ernährung, Mittelmeerdiät, Gemüse, obst, reis, fish